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Staffeltag der Landesliga im Eiltempo

kha

Gerade mal 45 Minute dauerte der Staffeltag der Landesliga Staffel 3 im Vereinsheim des FC Pfaffenweiler - nicht länger als ein halbes Fußballspiel. Dann war alles besprochen, was es zu besprechen gab, und Staffelleiter Franz-Josef Grüninger konnte die Anwesenden schon wieder ins Wochenende verabschieden.

Der FC Pfaffenweiler, der die letzte Saison als Neuling begann und als Vizemeister abschloss, war Gastgeber dieses Staffeltags, zu dem der Staffelleiter alle 16 zugehörigen Vereine begrüßen konnte. In einem kurzen Rückblick auf die vergangene Spielzeit bedauerte Grüninger, dass erneut der Bezirk Schwarzwald mit der DJK Donaueschingen und  dem FC Gutmadingen die beiden Absteiger stellte. Gleichzeitig stellte er fest, dass es eine spannende Runde war, wie er sie bislang nicht erlebt habe. Noch kurz vor Schluss war offen, wie die Entscheidungen an der Spitze der Tabelle wie auch im Tabellenkeller ausfallen würden. Auch spielte der Winter in der Durchführung der Partien keine entscheidende Rolle. Was der aus Bräunlingen kommende Grüninger aber negativ anmerkte, das sind die sehr zahlreichen Samstagspiele, die den Spielbetrieb der Jugend behindern.

Mihael Polanec, Verbandslehrwart der Schiedsrichter, vertrat seinen Obmann Ralf Brombacher, der aus persönlichen Gründen verhindert war. In seinen Ausführungen ging er auf die Regeländerungen ein, die Anfang Juli in Kraft traten. Dabei ging es in erster Linie um das Bekämpfen des Zeitspiels durch die Torhüter. Hier werden die Schiedsrichter die Sekunden mit Handzeichen runterzählen und der Verstoß wird mit einem Eckball gegen das Team des Torwarts geahndet. Die "Kapitänsregel", die festlegt, wer den Schiedsrichter auf dem Platz ansprechen darf, wurde anfangs zwar gut eingesetzt, doch nach kurzer Zeit versank das Mittel wieder im Dornröschen-Schlaf. Auch hier verwies Polanec darauf, dass die Schiedsrichter entsprechend geschult wurden und die Regel entsprechend umsetzen werden. Daneben gab es noch einige weniger bedeutende Regeländerung, ehe der Verbandslehrwart in seinem allgemeinen Teil das Angebot an die Vereine wiederholte, bei Bedarf und Interesse Regelschulung sowohl für die Clubs wie auch für einzelne Mannschaften anzubieten. Zu gutes Letzt verwies er noch auf die inzwischen sehr jungen Spielleiter, die in dieser Klasse zum Einsatz kommen, und verlangte Rücksicht von den Vereinsverantwortlichen. Ebenso machte er nochmals klar, dass jeder Schiedsrichter sich zwar freue, wenn es nach den Spielen noch eine Einladung zum Essen gebe, dass aber kein Schiedsrichter einen Anspruch darauf habe. Lediglich das Wasser in der Halbzeitpause könne der Unparteiische verlangen.

Als reine Formsache erwies sich die eigentliche Terminlistenbesprechung, da es von Seiten der Anwesenden so gut wie keine Änderungswünsche gab. Ein Termin muss noch geklärt werden, doch glatt abgelehnt wurde von Grüninger der Wunsch eines Verantwortlichen auf "Umbau" der Terminliste, um seiner Elf ein spielfreies Wochenende zu ermöglichen. Im Punkt "Verschiedenes" gab es noch eine kurze Diskussion zu den Eintrittspreisen für Frauen bei Landesliga-Spielen, wobei der Staffelleiter darauf verwies, dass es verbandsseitig keine Möglichkeit gibt, einheitliche Eintrittsentgelte vorzuschreiben. Man einigte sich schließlich auf die Empfehlung, künftig sechs Euro Eintritt zu erheben und zwar bei Mann wie Frau.  Dies soll der Höchstpreis sein, aber zu Recht hieß es: "Weniger geht immer." Da es in der Schlussrunde genau wie zuvor keine Fragen mehr gab, konnten sich die Teilnehmer noch bei Tageslicht auf den Heimweg machen.

Staffeltag der Landesliga 3 - Bilder: BFA Bodensee